Du hast einen ganzen Ordner. Vielleicht sogar mehrere: vom Business-Shooting letztes Jahr, von der Kampagne davor, von dem Fotografen, den dir jemand empfohlen hat. Hunderte Bilder, alle bezahlt, alle technisch einwandfrei.
Und wenn du ehrlich bist: Du nutzt drei davon. Immer wieder dieselben drei. Für die Website, für LinkedIn, für die Buchungsseite. Der Rest liegt unberührt auf der Festplatte.
Es ist nicht so, dass du zu wenig Profi – Fotos hast wirklich nicht – es ist ein sehr klares Signal – nur wird es selten als solches gelesen.
Das eigentliche Problem: Du wählst nicht aus, du sortierst aus
Bei den meisten Shootings bekommst du am Ende eine Galerie mit 50, 80, manchmal 150 Bildern. Die Aufgabe: die besten raussuchen. Was dabei tatsächlich passiert, ist etwas anderes. Du scrollst durch und sortierst nach einem Gefühl von „geht so“ aus – bis am Ende die drei übrig bleiben, bei denen am wenigsten falsch ist.
Nicht die drei, bei denen am meisten richtig ist. Sondern die drei mit dem geringsten Unwohlsein.
Das erklärt, warum du dieselben Bilder ständig wiederverwendest, obwohl objektiv „genug Auswahl“ da wäre: Es gibt schlicht keine zehn guten Optionen. Es gibt drei, Pressemitteilung, ein neues Angebot. Du gehst durch alte Galerien und merkst: nichts passt wirklich. Am Ende nimmst du wieder das gleiche Foto wie immer, nur zugeschnitten.
Du hast zuletzt ein Shooting gebucht, weil „mal wieder neue Fotos“ fällig waren – aber im Grunde hast du innerlich schon gewusst, dass wahrscheinlich wieder nur eine Handvoll brauchbar sein wird. Die Erwartung war von Anfang an niedrig. Du nimmst die Bilder, die noch gehen, und einen großen Rest, den du dir selbst nicht zumuten willst zu zeigen lässt du unberührt.

Zwei Situationen, die dir bekannt vorkommen könnten
Du brauchst ein neues Bild für einen bestimmten Anlass – einen Vortrag, eine Pressemitteilung, ein neues Angebot. Du gehst durch alte Galerien und merkst: nichts passt wirklich. Am Ende nimmst du wieder das gleiche Foto wie immer, nur zugeschnitten.
Du hast ein Shooting gebucht, weil „mal wieder neue Fotos“ fällig waren – aber im Grunde hast du innerlich schon gewusst, dass wahrscheinlich wieder nur eine Handvoll brauchbar sein wird. Die Erwartung war von Anfang an niedrig.
Warum „mehr Auswahl“ das Problem nicht löst
Der naheliegende Schluss ist: mehr Bilder machen lassen, mehr Posen, mehr Outfits, mehr Locations an einem Tag – dann ist doch bestimmt mehr dabei. Aber genau das Gegenteil passiert oft. Je mehr in kurzer Zeit durchgezogen wird, desto mehr Bilder entstehen aus einem “Um zu”- statt aus dem Moment. Und Bilder, die aus dem Verstand entstehen, tragen genau diese Anspannung mit sich – sichtbar oder nicht.
Das Ergebnis ist eine große Galerie mit vielen Varianten desselben Problems: viele Auswahlmöglichkeiten, aber wenig deine Facetten der Identität darunter. Mehr Fotos bedeuten nicht mehr brauchbare Fotos. Sie bedeuten oft nur mehr Zeit beim Aussortieren.
Woran es wirklich liegt
Wenn am Ende eines Shootings nur wenige Bilder wirklich sitzen, liegt das fast nie an der Anzahl der Klicks. Es liegt daran, dass während des Shootings zu wenige Momente entstanden sind, in denen du genadnklich im Aussen warst – mit der Frage, ob die Pose stimmt, ob deine Haare gut sitzen, ob du gerade zu verkrampft lächelst.
Ein Shooting, bei dem du dich wohlfühlst und bei dir selbst sein kannst, bringt dein Wesen zum Vorschein. Undgenau das ist das was deine Kunden an dir anziehend finden. Es geht also nicht um neue Profi Fotos. Sondern durch mehr Bilder, die tatsächlich DICH zeigen.
Was das für dich bedeutet
Wenn du auf deine Fotosammlung schaust und merkst, dass du trotz vieler Bilder immer wieder auf dieselben drei zurückgreifst, ist die Frage nicht: „Brauche ich mehr Fotos?“ Sondern: „Warum ist unter so vielen Bildern so wenig, das ich wirklich zeigen will?“
Das ist auch der Grund, warum ich Shootings so aufbaue, dass wir uns deine Geschichte und deine Persönlichkeit geau anschauen. Auch die Organisation – Location, Ablauf, Timing – komplett bei mir liegt. Nicht, weil ich es bestimme, sondern damit du zu 100 % bei dir sein kannst. Du brauchst nicht unendlich viele Fotos- obwohl du bei mir immer alle Bilder bekommst, sondern Bilder die für dich sprechen.
Eine Festplatte voller Fotos hilft dir nichts, wenn du am Ende doch wieder zu den gleichen drei greifst. Die eigentliche Frage ist, ob unter den nächsten Bildern mehr als drei sind, bei denen du sofort weißt: die nehme ich, weil ich erkenne mich darauf und finde mich schön.


